Pressemitteilung: Starke ZSV-Kaderfahrer

March-Anzeiger vom 25.03.2010

Ski alpin. – In einem standen sich die beiden Generationen am vergangenen Wochenende in nichts nach: ob JO oder Olympiastars – alle mussten sich am Sonntag mit extremen Wetterverhältnissen auseinandersetzen. Für die künftigen Hoffnungsträger der Schweiz stellten sich die aufgebotenen Mädchen und Knaben des regionalen Leistungszentrums Hoch-Ybrig ein weiteres Mal ihren Konkurrenten aus der ganzen Schweiz. Anlässlich der diversen interregionalen Vergleiche konnten sich alle schon gegeneinander messen. Nachdem die Delegation des Zürcher Skiverbandes (ZSV) am Samstag unter den Erwartungen blieb, bliesen die fünf Mädchen und zwei Knaben am Sonntag nochmals zum Angriff. Trainer Heli Kreuzer (Wald) musste nicht grosse Überzeugungsarbeit leisten, um die Jugendlichen zu motivieren. In Elm konnten sich die gut präparierten Pisten der Gewalt des Regens nicht dauerhaft entziehen, und so fanden die hinteren Startnummern deutlich schwierigere Bedingungen vor.


Stella Fronzaroli Beste 
Etwas deprimiert vom Abschneiden beim Riesenslalom am Samstag, gingen die Kadermitglieder motiviert an die neue Herausforderung. Lara Zürcher (SC Feusisberg) erkämpfte sich im Slalom mit Startnummer 29 nach dem ersten Lauf einen aussichtsreichen zwölften Zwischenrang.

Nach Einschätzung des Trainers war sie im zweiten Durchgang bestechend unterwegs, und der Platz unter den ersten Zehn lag in Reichweite, ehe sie im unteren Teil ausschied. Für Stella Fronzaroli (SC Freusisberg) ging es darum, das Ausscheiden vom Vortag zu vergessen und neu motiviert nach der Krone zu greifen. Mit zwei sehr kontrollierten Fahrten und technisch sauberen Läufen platzierte sie sich auf dem sechsten Rang. Für ihre Teamkolleginnen Claudia Rusterholz (SC RiSa), Samira Schnüriger und Fiona Kälin (beide SC Einsiedeln) und Lisa Meier (SC Hausen) endete der Saisonhöhepunkt hinter den im Training gezeigten Leistungen. Aber alle können sich trösten – sie vertraten den ZSV und erschienen in den Ranglisten.

Gross waren die Erwartungen bei den beiden mitgereisten Knaben. Nicola Züger (SC Wägital) klassierte sich als einer der Besten des Jahrgangs 1997 und sammelte bei seiner ersten landesweiten Teilnahme wichtige Erfahrung. Deutlich höher waren die Ziele von Niels Hintermann (SC Hausen), der während der gesamten Saison immer wieder sein grosses Talent unter Beweis stellte. Auf dem Weg zu einem weiteren Exploit teilte er das Schicksal vieler arrivierter Rennfahrer und musste seine Titelträume nach einem Einfädler begraben.

 

 

Kadermitglieder stellen sich
Unter der Leitung von Willi Dettling gingen die Junioren in den Kampf bei der Schweizer Meisterschaft auf Hoch-Ybrig. Waren die Herren am Sonntag wegen des ausgefallenen Riesenslaloms zur Untätigkeit und zum Jassen verdammt, so durften sich die beiden Vertreterinnen des ZSV-Kaders, Alexandra Fässler (SC Oberiberg) und Astrid Schnyder (SC Wägital) rund 90 Konkurrentinnen stellen. In der Rangliste mit der Siegerin Marina Nigg oder den besten Schweizer Slalomfahrerinnen Rabea Grand, Wendy Holdener oder Nadja Kamer aufgeführt zu werden, war für die beiden Kaderläuferinnen sicherlich eine Selbstbestätigung. Bei perfekten äusseren Bedingungen am Montag kam es dann zum Showdown im Riesenslalom. Kamer, Styger, Fenninger, Zahrobska oder Andrea Dettling setzten die jungen Nachwuchshoffnungen unter Zugzwang. Während Andrea Dettling auf dem Podest die Fahnen hoch hielt, konnten sich die beiden anderen ZSV-Vertreterinnen, Wendy Holdener und Astrid Schnyder, erneut platzieren. Bei den Männern orientierten sich alle Teilnehmer an Superstar Silvan Zurbriggen, derzeit Nummer vier weltweit im Slalom. Dieser nutzte den Wettbewerb, um neues Skimaterial für die kommende Saison zu testen, was ihm auch vortrefflich mit Rang drei hinter Markus Vogel und seinem Weltcup-Kollegen Patrick Thaler aus Italien gelang. Ganz grosse Klasse bewies Quirin Schnüriger (SC Einsiedeln) an diesem Tag mit einem herausragenden 19. Rang. Dicht hinter Schnüriger rangierten Michael Rudin (RGZO), Sven Hintermann (SC Hausen) sowie Ramon Zürcher (SC Feusisberg).

Ein Innenskifehler zerstörte dem Unteriberger Kevin Holdener nach einer hoffnungsvollen Fahrt alle Platzierungsambitionen. Weitere Infos unter http://www.rlz-hoch-ybrig.ch/

Von Maximilian Barth

 

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