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Pressemitteilung: Film macht Lust auf Strassenbau
Zürichsee Zeitung vom 12.08.2010
Von Andreas Faessler Filmregisseur Michael Burtscher gibt das Kommando: «Schaffen!» Die Kamera läuft, in den offenen Strassengraben gerichtet. Unten fangen zwei Arbeiter an, Rohre zu verlegen. Eine vierköpfige Filmcrew ist auf der Baustelle an der Durststrasse in Meilen mit Dreharbeiten beschäftigt. Im Zentrum steht das Berufsbild des Strassenbauers. In einem Land wie der Schweiz, wo die Dienstleistungsbranche dominiert, ist die Nachfrage nach kaufmännischen Arbeitsstellen besonders gross. Bei handwerklichen und körperlich anstrengenden Berufen besteht hingegen zunehmender Mangel an gut ausgebildeten Arbeitskräften. Einer dieser Berufszweige ist der Verkehrswegbau. Der Fachverband Infra, Trägerorganisation der Berufsfachschule Verkehrswegbauer im luzernischen Sursee, wünscht sich, dass mehr Junge ihren Beruf in dieser Branche wählen. «Um dem latenten Nachwuchsproblem Gegensteuer zu geben, drehen wir einen drei- bis fünfminütigen Informationsfilm über den Beruf des Strassenbauers », erklärt der stellvertretende Geschäftsführer Matthias Forster. Der Branche fehlten zunehmend gute Fachkräfte, denn die Anforderungen und das nötige Fachwissen seien viel grösser, als man denkt. Er vermutet, dass heutzutage handwerkliche Arbeit nicht mehr so geschätzt wird. «Dabei sind die Aufstiegschancen und die Gehälter in diesen Berufen ausgesprochen gut.» Ein stolzer Berufszweig Forster ist es wichtig, dass am Ende nicht etwa ein herkömmlicher Schulfilm vorliegt, der den Beruf sachlich und trocken erklärt. «Auf ansprechende und unterhaltsame Weise soll die Tätigkeit des Strassenbauers porträtiert werden », sagt er. Dafür hat er die Firma Eclipse Studios mit den Dreharbeiten beauftragt. «Der Clip soll lässig und cool rüberkommen, aber – und das ist besonders wichtig – echt und authentisch sein», betont Regisseur Burtscher. Entgegen dem häufigen Klischee sei Strassenbauarbeiter ein anspruchsvoller und vor allem stolzer Beruf. Das will der in seinem Kurzfilm rüberbringen: Die Protagonisten sollen dem Zuschauer ihre stolze Gesinnung vermitteln. Hauptdarsteller in Meilen ist der 20-jährige Lehrling Yves Stoob aus Jona. Er wurde in einem kurzen Casting für die Rolle ausgewählt. «Der Film wird das Berufsbild nicht einfach schönreden», sagt Burtscher, «sondern auch die ‹Schattenseiten› dürfen und sollen rüberkommen.» Damit sei beispielsweise die Witterung gemeint. Hitze und Sonnenstrahlung sind zwei dieser Aspekte, und diese erfährt das ganze Team an diesem heissen Donnerstagnachmittag eins zu eins. Die einzelnen Szenen werden wiederholt und alterniert, bis sie so im Kasten sind, wie der Regisseur es wünscht. Das Endprodukt wird der Fachverband Infra auf DVDs an Firmen verteilen, auf seiner Website veröffentlichen und auf den populären Internet-Videokanal Youtube stellen. 
